Häufige Fragen zum Schimmel

Was sind Schimmelpilze?

So viel vorweg: Schimmelpilze sind nicht per se schlecht. Im Gegenteil: In der Natur übernimmt diese Pilzart eine wichtige Aufgabe, weil sie an der Zersetzung von organischen Materialien beteiligt ist.

Was aber ist ein Schimmelpilz? Ein Oberbegriff für all die Pilze, die typische Pilzfäden und winzige Sprossen bilden. Sie kommen überall in der Natur vor, im Boden, aber auch in der Luft. Grundsätzlich sind sie äußerst temperaturunempfindlich (je nach Gattung können sie bei Temperaturen zwischen 0 und 60 Grad wachsen) und sehr widerstandsfähig gegen Trockenheit. Deshalb sind sie auch weltweit zu finden.

Wie entsteht Schimmel in der Wohnung?

Schimmelpilze pflanzen sich meist über Sporen fort, die in die Luft abgegeben werden. Diese Sporen können mithilfe des Windes Distanzen von mehreren hundert Kilometern problemlos überwinden. Über den Luftweg gelangen sie auch in den menschlichen Wohnraum. Sobald die Sporen mit feuchten Oberflächen in Berührung kommen, wachsen sie. Die Folge: Der Schimmelbefall wird sichtbar.

Es gibt viele Ursachen, die die Schimmelbildung innerhalb der eigenen vier Wände begünstigen:

  • bauliche Mängel, die das Eindringen von Feuchtigkeit begünstigen, z. B. durch defekte Dächer, Risse im Mauerwerk oder aufsteigende Feuchte in Wänden, Wärmebrücken etc.
  • zu kurze Austrocknungszeiten bei Neubauten
  • durch Wasserrohrbrüche ausgelöster Wassereintritt
  • nicht ausreichendes oder falsches Lüften

Wie macht sich Schimmel in der Wohnung bemerkbar?

Sobald die Sporen mit feuchten Oberflächen in Berührung gekommen sind, wachsen sie und hinterlassen meist schwarze Flecken an Decken und Wänden. Diese Art von Schimmelbefall ist mit dem bloßen Auge zu erkennen. Anders sieht es aus, wenn der Schimmel im Verborgenen wächst, also beispielsweise hinter Möbeln oder abgehängten Decken. In solchen Fällen nehmen Betroffene meist nach kurzer Zeit einen abgestandenen, muffigen Geruch wahr.

Wie gefährlich ist Schimmel in den eigenen vier Wänden?

Schimmelpilze können allergische Reaktionen auslösen und Atemwegserkrankungen und Atemwegsinfektionen begünstigen – allerdings nur dann, wenn die Sporen in großer Anzahl eingeatmet werden. Um dauerhaft in einem gesunden Raumklima zu wohnen, sollte ein Schimmelbefall immer professionell von einem Fachmann behandelt werden. Nur so können Sie sicher sein, dass auch die unsichtbaren Sporen, die sich bis ins Innere des Mauerwerks ausgebreitet haben, abgetötet werden.

Sofortmaßnahmen bei Schimmelbefall

Schon mit einigen wenigen Handgriffen können Sie die gesundheitlichen Beeinträchtigungen, die durch den Kontakt mit den Schimmelsporen ausgelöst werden können, stoppen. Ein sauberer, mit hochprozentigem Alkohol getränkter Lappen reicht aus, um die sichtbaren Schimmelsporen zu beseitigen. Bitte greifen Sie keinesfalls zu Essig – denn Essig enthält Zucker und erweckt die Schimmelsporen somit wieder zum Leben.

Ganz wichtig: Vergessen Sie bitte nicht, den Schimmel vorher zu fotografieren – so weiß der Fachmann bei seinem anschließenden Besuch schnell, welche Sporenart er noch in der Wand vorfindet und wie er sie am besten dauerhaft beseitigt.

Warum Schimmelvernichter aus dem Baumarkt nicht erste Wahl sein sollten

Sie sind verlockend und bereits nach nur einem Gang durch den Baumarkt einsatzbereit. Die Rede ist von herkömmlichen Schimmelbeseitigungsmitteln. Aber Vorsicht: Diese entfernen den Schimmel nur oberflächlich – im Verborgenen können die Sporen trotzdem ungehindert weiterwachsen. Ein erneuter Schimmelbefall ist daher trotz regelmäßiger Anwendung des Schimmelvernichters aus dem Baumarkt vorprogrammiert. Um ihren Schimmelbefall langfristig und zum Wohle Ihrer Gesundheit zu beseitigen, vertrauen Sie auf professionelle Hilfe. Zögern Sie nicht, sondern rufen Sie uns noch heute an. Bei einem unverbindlichen und vor allem kostenlosen Beratungsgespräch vor Ort entscheiden wir gemeinsam, welchen Weg wir gehen, um den Schimmel dauerhaft zu besiegen.

Wie kann ich Schimmel vorbeugen?

Damit Sie nicht im wahrsten Sinne des Wortes „schwarzsehen“, sollten Sie folgende Tipps beherzigen, um Schimmel gar nicht erst entstehen zu lassen:

Richtiges Lüften:

Wer sorgfältig lüftet, nimmt dem Schimmel das, was er zum Leben braucht: die Feuchtigkeit. Was aber bedeutet richtiges Lüften?

Jeden Tag entsteht Luftfeuchtigkeit – etwa beim Kochen, beim Duschen oder beim Wäschetrocknen. Über den Tag verteilt verdampft eine vierköpfige Familie geschätzt 12 Liter Wasser – und das muss weichen, denn sonst wird ein Schimmelbefall begünstigt. Deshalb gilt: Mehrmals am Tag alle Fenster in der Wohnung komplett aufmachen. Entgegen der landläufigen Meinung reicht es übrigens nicht aus, die Fenster nur den ganzen Tag gekippt zu lassen. In diesem Fall findet nur ein geringer Luftaustausch statt. Viel besser ist ein regelmäßig Stoßlüften. Um für optimalen Durchzug so sorgen, ist es ratsam, die Fenster in gegenüberliegenden Räumen gleichzeitig zu öffnen. Fünf bis zehn Minuten reichen meist aus, damit die alte, feuchte Luft entweicht und Platz für eine frische Brise macht.

Angemessenes Heizen:

Mindestens genauso entscheidend im Kampf gegen den Schimmel ist das richtige Heizen. Auch, wenn die Fenster nur kurz geöffnet werden, ist es ratsam, in dieser Zeit die Heizung auszuschalten. Grundsätzlich werden folgende Temperaturen empfohlen: 20 Grad im Wohnbereich, in der Küche reichen bereits 16–17 Grad aus, da Herd und Kühlschrank für einen zusätzlichen Temperaturanstieg sorgen. Das Schlafzimmer ist mit ebenfalls 16–17 Grad wohl temperiert, im Treppenhaus (12 Grad) und Keller (sechs Grad) darf es hingegen deutlich kühler sein.

Den richtigen Abstand wahren:

Manchmal richten die Schimmelsporen unbemerkt den größten Schaden an. Besonders gern breiten sie sich hinter bzw. zwischen Möbel und Wand aus. Umso wichtiger ist es, auf einen ausreichenden Abstand zu achten – zehn Zentimeter sollten es zwischen Wand und Möbelstück schon sein, damit die Luft entsprechend zirkulieren kann.

 

Schimmel in der Wohnung – worauf Vermieter im Vorfeld achten sollten

Die Gründe für einen Schimmelbefall in den eigenen vier Wänden sind vielfältig: Angefangen bei falschem bzw. nicht ausreichendem Heizen/Lüften über bauliche Mängel, die Feuchtigkeitsbildung fördern, bis hin zu Folgeschäden durch einen Wasserschaden. Als (potentieller) Vermieter sollten Sie deshalb schon beim Bau darauf achten, dass die Wohnung bzw. das Haus lange genug austrocknen kann. So verringern Sie das Schimmelrisiko um ein Vielfaches. Ist Ihr Mieter erst einmal eingezogen, können Sie ihm nur noch folgende Tipps mit auf den Weg geben – die Aufnahme in den Mietvertrag ist allerdings nichtig:

  • Offenes Fenster statt dauerkippen

Richtig lüften ist aufwendig, keine Frage. Aber Sie sollten Ihrem Mieter dennoch schon aus Sorge um seine Gesundheit ans Herz legen, dass er drei- bis fünfmal pro Tag alle Fenster komplett öffnet. Ein dauergekipptes Fenster reicht nicht aus, um die feuchte Luft nach draußen zu befördern.

  • Den richtigen Abstand wahren

Nicht immer ist ein Schimmelbefall offensichtlich. Die Sporen wachsen manchmal auch im Verborgenen, bevorzugt hinter Möbelstücken, die zu dicht an den Wänden stehen und so eine ausreichende Luftzirkulation verhindern. Ein Mindestabstand von zehn Zentimetern zwischen Möbeln und Wand hingegen sorgt für das perfekte Klima.